Aufruf: Fight Fortress Europe. Now.

– Kundgebung am Prinzipalmarkt // 3.3. // 18.00 –

Das Alltagsgeschäft der Abschottung der Festung Europa ist in den letzten Tagen zum direkten Krieg gegen Migrant*innen übergegangen.

Die griechische Polizei schießt auf Migrant*innen an der griechisch-türkischen Grenze. Der erste Mensch wurde heute bereits getötet. Der AfD-Traum der „wohltemperierten Grausamkeit“ und des „Schießbefehls“ an den Grenzen wird wahr.
Auf den griechischen Inseln, wo die Lage seit langem menschenunwürdig ist, organisieren Nazibanden Teile der Bevölkerung, um gegen Geflüchtete und NGO-Aktivist*innen vorzugehen.

Die griechische Regierung hat die Suspendierung des Menschenrechts auf Asyl angekündigt und sich damit in Widerspruch zur Logik der Menschenrechte gesetzt.

Die EU-Staaten schweigen oder versichern Griechenland sogar Hilfe für den „Grenzschutz“ und übernehmen damit die neu-faschistische Verschwörungstheorie einer „Invasion“. Politiker*innen melden sich zu Wort und versichern, dass es kein neues „2015“ geben solle: Es ist die Übernahme der irrationalen neufaschistischen Narration eines vermeintlichen Rechtsbruches im Jahr 2015.

Was sich zeigt, ist die Kapitulation vor der Erpressung durch Faschist*innen, der hemmungslose Schritt hin zur autoritären Wende, zur offenen Barbarei. Erpressbar durch Erdogan und die hiesigen Faschist*innen machen sich aber die EU-Regierungen, weil sie weiterhin an einer Politik der Abschottung festhalten.

Ergebnis davon ist aber: Dass Menschen sterben.

Gerade in Deutschland haben sich Hunderte von Städten dazu bereit erklärt, Menschen aus den griechischen Camps unverzüglich aufzunehmen – dazu zählt auch Münster. Dass das nicht stattfindet, ist der mutwilligen Entscheidung der Bundesregierung zu verdanken.

Es ist die Stunde der Solidarität und der Offensive.
Fight Fortress Europe: there, here, everywhere.
Open Border. Now.

Foto-Vortrag: mit der Mare Liberum in der Ägäis – 14. Februar

Werterhalt. Flucht und Abschottung an Europas Außengrenzen.

Mit Daniel Kubirski.
Am 14.02.2020 um 19:30.
Im F33 (Fürstenberghaus)

Daniel Kubirski begleitete im Oktober 2019 als Fotograf eine Beobachtungsmission auf dem Schiff Mare Liberum in der Ägäis und besuchte das Flüchtlingscamp Moria auf Lesbos. Über 70.000 Menschen gelang im vergangenen Jahr die Flucht nach Griechenland – viele andere verloren ihr Leben. Am Rande Europas leben zehntausende Menschen in überfüllten Lagern unter inhumanen Bedingungen. Daniel Kubirski und die Seebrücke Münster laden iein zu einem Bildvortrag auf der Suche nach den Werten Europas.

Montagsküche im Babel – 20. Januar

Die Seebrücke Münster kocht wieder im Babel (Hansaring 1, 48155 Münster)! Unter dem Motto: Solidarity from Sea to City sammeln wir dieses Mal Spenden für die Sea Punks, die in Kooperation mit MISSION LIFELINE ein neues Schiff – die RISE ABOVE – aufs Mittelmeer schicken wollen, nachdem zwei Schiffe der Organisation von italienischen Behörden beschlagnahmt wurden. Also schmaust, quatscht, diskutiert und trinkt ein Bier für einen guten Zweck!! Wir freuen uns auf euch!!


AUF DEN TISCH KOMMT HEUTE: (VEGAN)
Ein Potpourri aus Hülsenfrüchten und Gemüse mit Liebe gekocht

20.01 // um 19h.
auf Spendenbasis.
Solange bis alles alle ist.

https://www.facebook.com/events/838187383294142

https://www.facebook.com/babelmuenster

Vortrag: „Rassismus im Recht“ – 22. Januar

Am Mittwoch, den 23. Januar, findet der letzte Vortrag aus unserer Reihe „Grenzkritik“ in diesem Semester statt, die wir gemeinsam mit dem AK Zu Recht organiseren. Dieses Mal zu Gast: Hanah Abdullahi Musse Abucar mit dem Vortragstitel: „Rassismus im Recht – Die Konstruktion eines ‚Anderen‘ in den Integrationsgesetzen“

Das Integrationsrecht hat eine Doppelfunktion: zum einen soll es Ausschlüssen entgegenwirken, zum anderen (re-)produziert es sie auch. Gesellschaftliche und rechtliche (rassistische) Ausschlüsse bleiben wenig beachtet. Stattdessen wird in neoliberaler Logik die Leistung der sich zu Integrierenden in den Vordergrund gestellt. Doch schon die Wortwahl Integration suggeriert eine homogene Dominanzgesellschaft, in die sich die „Anderen“ einpassen sollen.

Integration ist ein ebenso viel diskutierter wie ungenauer Begriff im Migrations-(folgen-)recht. Der Vortrag wird der Frage nachgehen, wie die Landesintegrationsgesetze Migrant*innen und Menschen mit sogenanntem Migrationshintergrund zu einer homogenen Gruppe der „Anderen“ bestimmen, die (potenziell) integrationsbedürftig ist. Dabei wird das „Eigene“ als Norm bestimmt, aus deren Perspektive die Integrationsziele und -indikatoren aufgegeben werden. Doch schon die Konstruktion und Exklusion der „Anderen“ ist Ausgangspunkt von Diskriminierung. Wird dabei als Gegenstück zum „christlichen Westen“ wird der „islamische Orient“ konstruiert, stehen die Bilder in postkolonialer Tradition.

Mittwoch, 22. Januar
19 Uhr
H3 (Schlossplatz 46, 48149 Münster)

https://www.facebook.com/events/717009978801193
https://akzurecht.noblogs.org
https://www.facebook.com/akzurecht

Pressemitteilung der NRW-SEEBRÜCKEN vom 15.01.2020

Am Mittwoch, den 15.01.2020, treffen sich auf Initiative des Bielefelder OB Pit Clausen 17 der 29 Kommunen aus NRW, die sich zu „Sicheren Häfen“ erklärt haben, zu einem Arbeitstreffen. Auch die Aufnahme von Minderjährigen aus griechischen Camps soll diskutiert werden. Die SEEBRÜCKEN aus NRW begrüßen die Teilnahme der Städte Blomberg, Bonn, Detmold, Dortmund, Gütersloh, Hamm, Kevelaer, Köln, Krefeld, Minden, Münster, Recklinghausen, Siegen, Unna, Wetter (Ruhr), Halle (Westfalen), Solingen und Bielefeld ausdrücklich.

“Tatenlos zuzusehen und auf eine europäische Lösung zu warten, ist ein Versagen der Mitmenschlichkeit. Wir erleben in Deutschland eine große Hilfs- und Aufnahmebereitschaft. Viele Städte wollen helfen, aber auch aus der Zivilgesellschaft erleben wir große Anteilnahme an der humanitären Notlage in griechischen Lagern.” sagt Johannes Gaevert, Pressesprecher der SEEBRÜCKE Köln.

Aufnahmebereite Länder und Kommunen
Schon mehrere deutsche Bundesländer und Städte erklärten sich bereit einen Teil der Schutzbedürftigen aufzunehmen, darunter Berlin, Thüringen und Niedersachsen. Auch der Potsdamer OB Mike Schubert (SPD) äußerte Aufnahmebereitschaft (1), der Düsseldorfer OB Thomas Geisel bot am Samstag (11.01.2020) an, bis zu 100 Personen nach Düsseldorf zu holen (2). Auch kleinere Kommunen wollen Verantwortung übernehmen: Die Kommunen Kevelaer, Viersen und Krefeld, signalisierten ebenfalls ihre grundsätzliche Bereitschaft, geflüchtete Menschen aus Griechenland aufzunehmen (3)

Forderungen an NRW-Städte und Landesregierung
“Wir fordern weitere Städte in NRW auf, Aufnahmebereitschaft für Menschen aus griechischen Camps zu signalisieren und sich aktiv dafür einzusetzen, dass kommunale Aufnahme in NRW möglich wird,” so Jens Drüke von der SEEBRÜCKE Bielefeld.

Des weiteren fordern die SEEBRÜCKEN NRW die Bürgermeister*innen auf, Druck auf die Landesregierung auszuüben. Sie soll der Bundesratsinitiative der Länder Thüringen und Berlin zur Änderung des §23 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes zustimmen. Nach Änderung könnten Bundesländer künftig auch ohne Zustimmung des Innenministeriums eigene Landesaufnahmeprogramme (LAP) auflegen. Eine Zustimmung des Landes NRW im Bundesrat könnte die Entscheidung maßgeblich beeinflussen.

Katastrophale Lage in griechischen Camps
Rund 40.000 geflüchtete Menschen sitzen in diesem Winter in den Camps auf griechischen Inseln fest, dabei sind diese nur für 7.500 Menschen ausgerichtet. Bei über 4.000 handelt es sich um unbegleitete Minderjährige. Die Zustände in den Camps sind eine humanitäre Katastrophe. Die EU-Kommission fordert Deutschland und andere EU-Staaten auf, unbegleitete Minderjährige aus den überfüllten Lagern einreisen zu lassen (4).

Die SEEBRÜCKE ist eine breite zivilgesellschaftliche Bewegung, die sich für die zivile Seenotrettung, für sichere Fluchtwege und für die dauerhafte Aufnahme von geflüchteten Menschen in Deutschland einsetzt. Allein in NRW sind über 30 SEEBRÜCKE- Lokalgruppen aktiv (5) und 29 Städte in NRW haben sich zum Sicheren Hafen erklärt. Eine Übersicht dieser Städte findet sich online unter: www.seebruecke.org (6).

Seebrücken Soliparty – 19. Dezember

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Der Jahresabschluss steht vor der Tür!
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Ein Jahr wie eine Achterbahnfahrt – mit Höhen und Tiefen. Aber vor allem: vielen tollen Menschen und Begegnungen! Für so viel Zuspruch & Support wollen wir uns bedanken. Deshalb laden wir alle alten und neuen Freund*innen der Seebrücke ein, das Jahr bei Musik, Tanz & Stößchen mit uns ausklingen zu lassen.

Einlass, Glühwein und Konzerte ab 20h.
Party und Tanzbeinschwingen ab 23:15h.

Wir freuen uns auf Euch!

Eure Seebrückis

WO? Baracke (Scharnhorststraße 100)
WANN? Donnerstag, 19.12. // 20h (Einlass)
https://www.facebook.com/events/1193965747470108/

Eintritt auf Spendenbasis.

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K O N Z E R T E :
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Ilse und die Schildkröte
Der Dachs

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P A R T Y :
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DJ Sylvie
Erich & Giacomo

Lesung „Lass uns mit den Toten tanzen“ (Pia Klemp)

„Es geht nicht darum, Leben zu retten, es geht darum, nicht zu sehen, wenn Menschen sterben. Wut über die Skrupellosigkeit kocht – mal wieder – in mir hoch, Wut darüber, dass wir zuschauen müssen, wie Formalien die Vernunft und die Menschenwürde schlagen“ (Pia Klemp).

Wir laden euch zu einer Lesung aus dem neuen Roman der Aktivistin und Kapitänin der Sea-Watch 3 und Iuventa, die mit ihren Crews Tausende Menschen vor dem Ertrinken rettete und dafür vor Gericht steht. Pia kann leider selbst nicht an der Veranstaltung teilnehmen, sodass wir ausgewählte Passagen lesen und gern mit euch diskutieren und vertiefen möchten.

Im Rahmen der Veranstaltung eröffnen wir außerdem die PRO ASYL Ausstellung „Menschen & Rechte sind unteilbar“, die ab dem Zeitpunkt in der Trafo-Station zu sehen sein wird.

Wann? 1. November 2019, 19 – 21:30 Uhr

Wo? Trafo-Station, Schlaunstr. 15, 48143 Münster

Einlass ab 18:45 Uhr

Eintritt: auf Spendenbasis